Spielbogen-Check: 5 gute Gründe fürs Babygym

Baby mit Spielbogen
Spielbögen sind für Babys wie ein Fitnessstudio, deshalb werden sie auch als Babygym bezeichnet. Foto: Pexels

Es gibt unendlich viele Spielzeuge für Babys, aber bei manchen fragt man sich wirklich, welchen Sinn sie haben. Anders ist es bei Spielbögen - die Teile werden nämlich auch als "Babygym" bezeichnet, weil sie wie ein kleines Fitnessstudio für Heranwachsende sind. Wir zeigen, warum ein Spielbogen zu den Must-haves im Kinderzimmer gehört und was beim Kauf zu beachten ist. 

Autor: Sebastian Priggemeier

Ab wann ein Spielbogen sinnvoll ist

Es gibt sie aus Holz, aus Plastik oder mit weichem Stoffbezug, manche sind rund, andere eher eckig: Spielbögen sind in den verschiedensten Formen, Farben und Materialien erhältlich. Ganz ehrgeizige Eltern bauen den Spielbogen für den eigenen Nachwuchs sogar selbst. Alles sitzt, wackelt und hat Luft? Prima, dann ab auf die Krabbeldecke/Activity-Decke! 

 

>> Ab einem Alter von 3 bis 4 Monaten können Babys etwas mit einem Spielbogen anfangen. 

 

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Kleinen schon selbständig das Greifen üben. Dafür spielt auch die Entwicklung der Augen eine Rolle - denn wer mit den Augen keine interessanten Gegenstände fixiert, kann nicht gezielt nach diesen Gegenständen greifen. Und genau das ist ja das Spaßige am Babygym: An einem Bogen oder Trapez hängen baumelnde Ringe, Rasseln, Kugeln oder Spielzeug-Tierchen, die verlockend vor sich hin schaukeln. Da muss man einfach zugreifen (oder danach treten)! Und die Geräusche, die dabei entstehen... Herrlich.

 

Wenn die Kinder laufen können (ab 12 Monaten), verlieren sie in der Regel das Interesse an Activity-Decken, weil sie dann lieber im Stehen die Welt erkunden.

Warum Spielbögen die Baby-Entwicklung fördern

Spielbogen von Vertbaudet
Spielbögen gibt es auch mit Stoffbezug und Krabbeldecke. Dieses Modell kostet knapp 70 Euro. Foto: vertbaudet

Die optischen und akustischen Reize sind es, die für das Baby besonders wertvoll sind. Neue Sinneseindrücke werden vom Gehirn priorisiert verarbeitet, es entstehen neue Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen - das Denkorgan entwickelt sich. Genau wie die Baby-Muskulatur. 

 

WAS EIN SPIELBOGEN BEWIRKT:

  1. Das Babygym ist gut für die Entwicklung der feinmotorischen Fähigkeiten.
  2. Schon 5 bis 10 Minuten unter dem Spielbogen fördern die Hand-Auge-Koordination.
  3. Tast-, Hör- und Seh-Sinn werden durch die bunten Anhänger und das Rascheln geschult.
  4. Das Baby lernt, seine Aufmerksamkeit auf ein Objekt zu lenken.
  5. Durch die Bewegungen des Babys wird die Muskulatur an Bauch und Rücken gekräftigt, die später auch für das Laufen wichtig ist.

Spielbogen kaufen: Worauf achten?

Bei Kinderspielzeug sind Qualität und Sicherheit entscheidend. Wichtig ist zudem, dass das Material frei von Schadstoffen ist - schließlich kauen die Kleinen gerne mal auf dem Spielzeug herum. Ein Spielbogen aus Holz ist in der Regel nachhaltiger als die Kunststoff-Variante und oft auch weniger mit Schadstoffen belastet. Das gilt vor allem für Bögen aus unlackiertem Holz.

 

CHECKLISTE FÜR DEN SPIELBOGEN-KAUF:

  • Wurde das Material auf Schadstoffe oder Weichmacher geprüft?
  • Gibt es auf der Verpackung ein CE-Zeichen oder ein TÜV-Siegel? Die gesetzlichen Mindestanforderungen für sicheres Spielzeug sollten erfüllt sein.
  • Nach Möglichkeit auch einen Blick auf die Verarbeitung des Spielbogens werfen. Scharfe Kanten oder offene Nähte können zu Verletzungen führen. 
  • Sind die Anhänger und Greifspielzeuge durch Erwachsene austauschbar? Das ist wichtig, damit beim Spielen immer wieder neue Reize gesetzt werden können.
  • Gleichzeitig dürfen die Anhänger nicht so klein und locker sein, dass das Baby sie aus eigener Kraft abreißt und verschluckt.

Fazit zu Spielbögen: Besser auf EU-Produkte setzen

In Online-Shops und im Baby-Fachhandel gibt es Spielbögen zu Preisen zwischen 25 und 150 Euro. Ein Hinweis unter Eltern: Es empfiehlt sich, auf China-Ware zu verzichten und stattdessen auf Produkte bekannter europäischer Hersteller und Anbieter zu setzen. Der Preis für heimische Produkte mag zwar etwas höher sein, dafür müssen die Spielzeuge aber auch bestimmten Mindestanforderungen genügen und falls mit dem Produkt etwas nicht stimmt, ist der Kontakt zum Händler schneller aufgenommen (Stichwort Garantie). Auch die Verarbeitungsqualität ist oft besser. Wer bei Baby-Spielzeug zu stark auf den Euro schaut, spart definitiv am falschen Ende. Denn letztendlich soll das Spielzeug doch sicher sein und lange Spaß bringen. Auch wichtig: Hochwertige Kinderzimmer-Einrichtung lässt sich auf Plattformen wie Vinted oder Ebay-Kleinanzeigen & Co. zu einem ordentlichen Preis weiterverkaufen, wenn das eigene Kind nicht mehr damit spielt.