Tiefkühlpizza & Co. pimpen: So werden Fertiggerichte zu Fit-Gerichten

Gesunde Pizza-Variante
Pizza ist immer ungesund? Nicht unbedingt, wenn die Zutaten angepasst werden. Foto: Unsplash.com

Im stressigen Familien-Alltag bleibt nicht jeden Abend genug Zeit, ein Abendessen mit frischen Zutaten auf den Tisch zu bringen. Und dann? Oft geht der Griff in den Tiefkühler, zu einem Fertiggericht wie Pizza oder Baguette. Leider sind diese Express-Mahlzeiten in der Regel nicht besonders gesund. Doch wer ein wenig nachhilft, kann mit ein paar Handgriffen auch Fertiggerichte in eine nahrhafte Mahlzeit verwandeln. Die folgenden Tipps helfen. Bon Appetit!

Frisches Gemüse geht immer

Tiefkühlpizza lässt sich einfach verfeinern, indem sie vor dem Aufbacken zusätzlich mit etwas frischem Gemüse belegt wird. Die Auswahl reicht dabei von A wie Aubergine, über frischen Blattspinat, Tomaten und Peperoni bis Z wie Zwiebel. Damit die einzelnen Zutaten ihre Aromen voll zur Entfaltung bringen, sollten sie möglichst dünn und klein geschnitten werden. 

 

Wer keine Lust auf zu großen Schnibbel-Aufwand hat, kann auch mit einem Gemüseschneider die Zutaten in die gewünschte Form bringen. Sobald die Pizza aus dem Backofen genommen wird, hilft die Kräuter-Keule. Der Geschmack wird mit frischen Kräutern aufgewertet ohne Ende. Dafür eignen sich besonders Rosmarin, Basilikum, Thymian und Oregano, die sich ganz einfach auf dem Balkon oder sogar auf dem Wohnzimmertisch anbauen lassen. 

Passender Salat zum Fertiggericht gefällig?

Bei der Ernährung gilt: Die Menge ist entscheidend. Fertigmahlzeiten sind oft nicht nur ungesund, die Portionen sind oft auch viel zu groß für eine einzige Person. Dennoch werden sie zumeist aufgegessen... 

 

Daher empfiehlt es sich, als Ergänzung zu einem üppigen Fertiggericht wie Lasagne einen frischen Salat anzurichten (beispielsweise während die Lasagne im Ofen ist). Die Basiszutaten dafür sind vor allem

  • grüner Blattsalat,
  • Tomaten, Karotten
  • und Gurken.

Um dem ganzen auch noch eine mediterrane Note zu verleihen, wandern zusätzlich noch Kapern oder Oliven in die Salatschüssel.

 

Aber Vorsicht: Es gibt auch hier ein paar ungesunde Zusätze, die es zu vermeiden gilt. Dazu gehören vor allem Croutons und fettige Salatsaucen oder Mayonnaise. Der Salat sollte deshalb nach Möglichkeit mit Essig und Öl beziehungsweise Balsamico angemacht werden. Das gilt in auch für Pasta.

 

Statt fertiger Mischungen aus der Packung ist es wesentlich gesünder, die Nudeln zu kochen und mit frischen Zutaten zu versehen. Ein gesundes und fettarmes Pesto lässt sich schnell zubereiten und für lange Zeit konservieren. Als Zutaten eignen sich dafür vor allem Basilikum, Knoblauch, Pinienkerne beziehungsweise regionale Sonnenblumenkerne sowie etwas Parmesan.

Die Alternative zum Salat: Ein gesunder Nachtisch!

Wer zu seiner Mahlzeit keinen Salat essen möchte, kann die Portion der Hauptspeise trotzdem reduzieren und sich danach noch ein gesundes Dessert gönnen. Statt Pudding oder Eis am Stiel eignet sich hierfür als Basis ein Naturjoghurt.

 

Joghurt kann nach Belieben mit Nüssen und frischem Obst gepimpt werden. Wer den Nachtisch gerne eiskalt genießen möchte, kann sich bereits am Vorabend oder am Morgen einen Frozen Yogurt zubereiten. Der ähnelt vom Geschmack her sehr dem herkömmlichen Speiseeis, allerdings ist der Fettgehalt wesentlich niedriger und die Zutaten - vor allem bei Eigenproduktion - deutlich gesünder. 

Auf die Qualität der Tiefkühlkost achten

Der erste Schritt zur Zubereitung einer gesunden Fertigmahlzeit beginnt aber schon beim Kauf. Denn bei Fertigmahlzeiten gibt es heutzutage große Qualitätsunterschiede. Wer ausnahmsweise mal keine Zeit dafür findet, eine frische Mahlzeit auf den Tisch zu zaubern, sollte deshalb nach Möglichkeit lieber ein paar Euros mehr investieren und Bio-Produkte in den Einkaufskorb packen. Die haben mindestens zwei Vorteile: die naturnahe Erzeugung und den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide. 

 

Eine tiefgekühlte Bio-Pizza kommt beispielsweise ohne künstliche Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe aus, und alle Zutaten stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Das ist zwar kein Freibrief dafür, sich nur noch davon zu ernähren, aber zumindest können sich die Käufer in diesem Fall darauf verlassen, dass alle Zutaten aus kontrolliert biologischer Erzeugung stammen. 

 

Statt sich das Tiefkühlfach mit Baguettes und überbackenen Aufläufen vollzupacken, ist es generell sinnvoller, von Haus aus vollwertige Frostgerichte zu kaufen, die nicht so stark verarbeitet sind. Dazu gehören vor allem Gerichte wie Gemüsepfannen oder einzeln eingeschweißte Fischfilets. 

 

Als Beilage ist Quinoa gesünder als Reis, weil Quinoa reichlich hochwertige Proteine, essenzielle Aminosäuren und Ballaststoffe enthält. Mittlerweile gibt es Quinoa auch als Expresspackung für die Mikrowelle zu kaufen. So ist der Sattmacher in zwei Minuten zubereitet.