So gut tut intuitives Training
Einfach öfter die Tagesform beachten - das nennt sich intuitives Training. Foto: Emma Simpson/Unsplash.com

Intuitives Training: Hör auf deinen inneren Coach

Eigentlich steht ein Workout an, aber dein Motivations-Level hängt irgendwo nahe Null? Dann hör nochmal ganz genau in dich hinein: Hast du wirklich keine Lust auf Sport oder nur keine Lust auf Krafttraining? Eine Runde Jogging im Park wäre heute eher dein Ding? Dann vertraue auf deine Intuition, schmeiß' deinen Trainingsplan über den Haufen und geh laufen! Keine Sorge, du handelst damit nach einem sportwissenschaftlichen Konzept - es nennt sich 'intuitives Training'. Dahinter steckt die Theorie, "dass Leistungsfortschritte am schnellsten erzielt werden, wenn das Verhältnis von Belastung und Erholung optimal ausgewogen ist", schreibt der Sportpsychologe und Autor Michael Draksal ('Intuitives Training', Draksal-Fachverlag)

Klassische Trainingspläne verfolgen teilweise ein sehr starres Konzept. Trainingseinheiten werden im Voraus für verschiedene Tage festgelegt, obwohl gar nicht so leicht vorherzusagen ist, wie gut und wie schnell sich der Organismus vom vorherigen Training erholt. Die Intuition - oder auch die innere Stimme - ist oft ein sehr guter Ratgeber, was den körperlichen Zustand angeht. Es gibt eben wirklich so etwas wie die Tagesform. Manchmal geht einfach nicht viel. Zumindest in einem Bereich - meistens gibt es dann eine andere Bewegungsform, die besser zur Stimmung und zum Erholungs-Level passt: Schwimmen statt Sprints im Park, Laufen statt Krafttraining oder auch einfach mal ein längerer Spaziergang. All das sind Formen von Bewegung, die Kalorien kosten und fit machen. Also, just do it!

Intuitives Training bringt Sportler weiter
Abtauchen statt Abhetzen - das ist bei intuitivem Training völlig ok. Foto: Joseph Greve/Unsplash.com

Es ist wichtig und effektiv, auf die Signale des Körpers zu hören. Muskelkater, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme - solche Dinge fallen im Alltag auf und sollten beachtet werden, wenn es um die Dosierung von Sport geht. Denn Sport wirkt nicht immer nur positiv auf den Körper, zu viel Sport führt schnell zum sogenannten 'Übertraining'. Ein Zustand, der wie eine kleine Depression aufs Gemüt und auf den Organismus schlägt. Wir sind einfach platt. Sport gibt dann keine Kraft (so wie es ja eigentlich sein sollte) - er raubt uns die Kraft für den Alltag. Und wenn der Alltag ohnehin schon knallhart ist, wie bei uns Eltern, sollten wir noch stärker auf unsere Intuition vertrauen. Es ist auch keine Schande, einfach mal ein Training abzusagen oder zu streichen. Schließlich gibt es ebenso andere Tage, an denen du vor Energie platzen könntest und im Training doppelt Gas gibst. Es gleicht sich im Endeffekt alles aus, wenn du ehrlich zu dir selbst bist und ein Ziel vor Augen hast.

Mit Trainingsplan sporteln oder rein intuitiv?

Ist es dann überhaupt sinnvoll, einen Trainingsplan zu verfolgen? Ja. Wichtig ist, dass wir ein Ziel verfolgen (beispielsweise eine Marathon-Teilnahme oder auch ein Sixpack) - und zwar mit Hilfe eines klaren Plans. Allerdings ist es ok, ab und zu vom Trainingsplan abzuweichen, wenn Motivation und Tagesform absolut nicht passen. Locker bleiben und nicht alles so eng sehen!

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