Fitness zu Hause: Was braucht man?

HomeGym mit Hanteln
Fitness zu Hause - geht das nur mit so einer Ausstattung? Nein. Foto: Unsplash

Ganz ehrlich, ich liebe Fitnessstudios - aber es hat diverse Vorteile, in den eigenen vier Wänden zu trainieren. Keine nervige Anfahrt zum Studio, kein Zeitverlust in der Umkleidekabine, keine Warteschlangen an Trainingsgeräten und die Rückfahrt nach Hause fällt auch weg. Insgesamt spart das Homegym also richtig Zeit, aber auch Geld, weil weder Fahrtkosten noch Mitgliedsbeiträge fürs Studio anfallen. Ok, eine Start-Investition in Trainings-Tools ist sinnvoll. Es sei denn, ihr trainiert lieber mit dem eigenen Körpergewicht. In diesem Beitrag zeige ich euch, welche Ausrüstung ich mir zugelegt habe, um mich zu Hause fit zu halten und was sinnvoll ist.

Meine Homegym-Grundausstattung: Medizinball, Hanteln, Klimmzugstange

Ich denke ziemlich oft darüber nach, wie cool es wäre, ein voll ausgestattetes Homegym zu haben (wie oben im Bild). Oder zumindest einen eigenen Trainingsraum, beispielsweise im Keller oder in einer Gartenlaube. Aber ich wohne mit meiner kleinen Familie mitten in Köln - drei Zimmer, Küche, Bad, 63 Quadratmeter, Altbau, dritter Stock, knarzender Holzfußboden. Durch den Parkettboden ist ein Bodyweight-Workout mit vielen Sprüngen leider nicht möglich. Das wäre einfach zu laut für die Nachbarn (oder für das Kind, das meistens schläft, wenn ich trainiere). Im Keller ist leider kein Platz für einen Trainingsbereich.

 

Deshalb setze ich beim Workout auf Übungen, die leise durchführbar und extrem effektiv sind - Liegestütze, Klimmzüge oder Kniebeugen zum Beispiel. Die Übungen pimpe ich durch Gewichte, die flexibel einsetzbar sind. Ich habe mir folgende Homegym-Grundausstattung angeschafft:

Die Kurzhanteln sind mit Gummi überzogen, damit sie griffiger sind und auch für Liegestütze mit Hantel-Ruderzügen genutzt werden können. Auch der Medizinball ist extrem griffig und mit Sand gefüllt, damit er Stützübungen ermöglicht.

UPDATE: Inzwischen ist noch ein Ab Roller für das Bauchmuskeltraining dazu gekommen.     

Homegym-Ausstattung mit Hanteln und Medizinball
Trainings-Tools für zu Hause: Kurzhanteln, Klimmzugstange und Medizinball. Foto: Priggemeier

Das beste Trainings-Tool für zu Hause?

Mein Lieblings-Tool ist der Medizinball. Den schnappe ich mir manchmal, um spontan ein Bauch-Workout einzulegen. Ganz ohne Gewichte sind mir die meisten Bauch-Übungen zu locker. Deshalb benutze ich unheimlich gerne den Ball mit Sandfüllung. 7 Kilogramm sind eine ganz ordentliche Herausforderung, muss ich zugeben.  

 

Mir gefällt einfach die Flexibilität, die mit einem Medizinball möglich ist. Er lässt sich teilweise besser halten als eine Hantel und macht keinen Lärm, wenn er mal herunterfällt. Außerdem lässt sich der Ball super zwischen den Füßen oder den Knien einklemmen - perfekt für Sixpack-Übungen, bei denen ich die Beine in Richtung Oberkörper ziehe. Davon profitiert hauptsächlich die untere Bauchmuskulatur.  

Homegym-Einrichtung für Fortgeschrittene

Was ich gerne noch hätte, ist eine Gewichtsweste* wie die hier verlinkte mit 10 Kilogramm Zusatzgewicht. Einfach, um bei Bodyweight-Übungen die Last zu erhöhen. Damit werden Liegestütze oder auch Klimmzüge deutlich schwieriger - und effektiver.  Welche Tools ihr für euer Homegym braucht, ist abhängig von euren Körperzielen und vom persönlichen Budget. Hier sind drei Varianten für jeden Geldbeutel.

 

GÜNSTIGE BASIS-AUSSTATTTUNG:

  • Ein Springseil* fürs Warm-up und Cardio-Einheiten (rund 15 Euro)
  • Kurzhanteln (gibt es auch gebraucht bei Ebay-Kleinanzeigen)
  • Oder dieses Hantelbank-Set mit Langhantel- und Kurzhanteln* für knapp 150 Euro
  • Noch günstigere Alternative: Kurzhantel-Set*, das sich mit ein paar Handgriffen in eine Langhantel verwandeln lässt (ab 65 Euro)
  • Tür-Reck* für Klimmzüge (lässt sich ohne Bohren anbringen - knapp 45 Euro)

GUTE MITTELKLASSE-AUSSTATTUNG:

  • Ein Air-Bike* (rund 200 Euro) zum Aufwärmen und Abschwitzen - trainiert gleichzeitig den Ober- und Unterkörper.
  • Multi-Kraftstation* mit Latzug-Turm, Bankdrückstation und Butterfly-Armen (ab 599 Euro) für über 30 Übungen
  • Stabile Klimmzugstange* zur Wandmontage (etwa 75 Euro)

LUXUS-AUSSTATTUNG:

  • Ruderergometer für Cardio-Einheiten. Das beste Rudergerät auf dem Markt ist der Concept2 Indoor Rower*. Auch cool: Der Waterrower* aus Eichenholz von Nohrd (funktioniert mit Wasserwiderstand). Perfekt, um Oberkörper und Unterkörper parallel zu trainieren
  • Curved-Laufband: Funktioniert durch die gewölbte Form ohne Strom, weil der Läufer beim Sprint auf den Lamellen selbst für den Antrieb sorgt. Leider kosten die Geräte noch mehrere Tausend Euro (der Air Runner Assault-Fitness* von Precor ist ab 4.600 Euro zu haben)
  • Finnlo-Kraftstation Bioforce* mit speziellem Seilzugsystem, das bis zu 120 Kilogramm Zuggewicht ermöglicht (999 Euro). Der Widerstand wird ganz simpel per Schieberegler eingestellt.
  • Powerblock-Kurzhantelsystem* (400 Euro) - ersetzt einen komplettes Hantel-Regal mit Kurzhanteln zwischen 2 und 22,5 Kilogramm. Geniales Umsteck-System!
  • Sinnvoll sind Bodenschutzmatten*, um den Untergrund im Fitnessraum zu schützen.

Wichtig ist aber in erster Linie, dass ihr Spaß am Workout habt und regelmäßig trainiert. Mehrere kurze Einheiten sind übrigens effektiver und wirkungsvoller für den Organismus als eine lange Einheit pro Woche. Wer zu Hause sportelt, hat auf jeden Fall weniger Ausreden fürs Workout und damit beste Voraussetzungen für Muskelaufbau und Fettabbau.

Curved Laufband Airrunner von Precor
Curved-Laufband ohne Stromanschluss: Leise und leicht in Schwung zu bringen. Foto: Amazon.de

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