das richtige Fitnessstudio finden
Wer das richtige Fitnessstudio für sich gefunden hat, geht deutlich öfter trainieren. Foto: Bruce Mars/Unsplash

So finden Eltern das richtige Fitnessstudio

Eigentlich heißt es ja "Der Weg ist das Ziel" - dieser Spruch gilt aber nicht in Sachen Fitnessstudio. Ganz und gar nicht. Gerade für Eltern (und andere Leute mit wenig Zeit) hat eher folgende Formel Gültigkeit: Je länger der Weg zum Gym, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir auf dem Sofa liegenbleiben anstatt zu trainieren. Was sind also die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl des perfekten Fitnessstudios?

 

Faktor 1: Die Lage

Schon mal von newtonschen Gesetz gehört? Es wird auch Trägheitsgesetz genannt und ist leider eins zu eins auf Menschen anzuwenden, die sich zum Sport aufraffen möchten. Um einen (trägen) Körper in Bewegung zu setzen, muss Energie aufgewendet werden. Dieser initiale Anstoß darf nicht zu viel Kraft kosten. Kurz und knapp bedeutet das: Ideal wäre es, direkt vom Sofa ins Fitnessstudio zu fallen. Da das leider in der Regel nicht möglich ist (und das Beamen Science Fiction), sollte das Studio zumindest innerhalb weniger Minuten zu erreichen sein - am besten zu Fuß oder mit dem Rad. Denn mal ehrlich: Es gibt keinen größeren Downer vor dem Training als den Gedanken daran, mit dem Auto keinen Parkplatz zu finden oder zwei Mal die U-Bahn wechseln zu müssen, bevor im Gym der erste Schweißtropfen fällt. Dann lieber Home-Workout, oder? Das Studio muss also gut zu erreichen sein UND/ODER es muss perfekt zum Alltag passen. Viele Eltern trainieren direkt vor oder nach der Arbeit (oder in der Mittagspause), um Zeit zu sparen. In dem Fall liegt das Fitnessstudio idealerweise auf dem direktem Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz (Umwege unbedingt vermeiden, die kosten nur wertvolle Zeit und bieten wieder Potenzial für Ausreden). 

 

Faktor 2: Die Öffnungszeiten

Apropos Ausreden. Eine extrem beliebte Variante: Ich habe eigentlich gar keine Zeit zum Trainieren. Hat mein innerer Feierabendbier-Fan mir schon 4.248 Mal eingeredet, stimmt aber trotzdem nicht. Wer seinen Alltag gut organisiert, findet Lücken. Klar, für Mamas und Papas sind diese Lücken extrem eng - und zeitlich teilweise echt blöd gelegen (früh morgens oder spät abends). Zeitliche Flexibilität ist gefragt. Und die sollte uns auch das Fitnessstudio bieten. Mittlerweile gibt es mehrere Fitnessketten mit rund-um-die-Uhr-Service (McFit, Fitnessking, Xtrafit und andere). Wenn das Gym 24 Stunden geöffnet hat, sind plötzlich einige Ausreden ausgehebelt, die sonst immer ziehen. Berufsverkehr? Parkplatzprobleme? Zu viel los? Nicht um 6 Uhr morgens.

Faktor 3: Ausstattung und Service

Was sollte ein gutes Fitnessstudio bieten? Wer diese Frage vernünftig beantworten will, muss erstmal die eigenen Bedürfnisse klären. Geht es hauptsächlich darum, fit und in Form zu bleiben? Dann reicht ein günstiges Studio von der (Hantel)Stange (McFit, FitX). Die Vorteile: Lange Öffnungszeiten und viele Geräte für kleines Geld (ab 10 bis 15 Euro pro Monat). Nachteile: Weniger Beratungsmöglichkeiten durch Trainer und schlechtere Hygiene, denn die Studios sind meistens sehr voll (außer in den Randzeiten früh am Morgen und ab 21 Uhr). Wer viel Wert auf Entspannung und Stressabbau legt, sollte sich ein Gym mit Sauna und Swimming Pool suchen - muss dafür aber auch tiefer in die Tasche greifen (ab 45 Euro pro Monat aufwärts). FitnessFirst und Holmes Place sind Studioketten, die häufig Sauna und Pool anbieten - oft auch Kinderbetreuung. Der Sport soll Rückenprobleme beseitigen? Gesundheitstraining und Beratung wird bei Kieser-Training groß geschrieben. Wichtig ist allgemein ein großer Cardiobereich mit genügend Geräten (mindestens je fünf Laufbänder und Rudergeräte, mindestens je zehn Crosstrainer und Fahrradergometer). Auch abwechslungsreiche Kursangebote von A wie Ausdauer bis Y wie Yoga gehören mittlerweile zum Standard. Und ganz wichtig: Sport sollte vor allem Spaß machen - denn Spaß ist in Wirklichkeit die wichtigste Antriebskraft, um vom Sofa zu kommen.

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