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Kinderroller Mini Micro im Test

Kind mit Mini Micro Roller
Ganz schön schnell, so ein Kinderroller. Unser Mini Micro ist pink! Foto: Priggemeier

Lange war ich echt skeptisch, was Tretroller für Kinder angeht - zu schnell, zu klapprig, zu nervig. Wahrscheinlich auch, weil wir hier auf den Bürgersteigen von Köln-Nippes schlechte Erfahrungen mit den Dingern gemacht haben: Die Kids sind auf ihren Scootern einfach so fix unterwegs, dass sie an uns Fußgängern vorbei wedeln, als wären wir lästige Slalomstangen bei der Alpen-Abfahrt. Für uns gab es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: Weiter aufregen oder den Hype mitmachen? Wir haben uns für die Spaß-Variante entschieden und uns auch so einen kleinen Flitzer gekauft. Und zwar den "Mini Micro"-Kinderroller ab 3 Jahren in Pink für knapp 90 Euro. Sechs Monate ist das inzwischen her. Unser Fazit? Das kommt hier. Kleiner Spoiler: Der Weg zum Kindergarten dauert jetzt nur noch halb so lange. Daumen hoch!

Autor: Sebastian Priggemeier

Momentan scheint es drei motorische Entwicklungsphasen bei Kindern zu geben. Phase 1: Krabbeln. Phase 2: Aufrechter Gang. Phase 3: Rollerfahren. Gefühlt hat jeder kleine Mensch in unserem Viertel ein Kickboard - Gott sei Dank noch ohne Motor, sonst würde man sie noch später hören, wenn sie hinter einem heran sausen. Sie stoßen sich mit den kleinen Füßchen kräftig vom Boden ab und kommen sehr gut voran. Klingeling! Fußänger, bitte zur Seite springen!

 

Unsere Tochter hatte den Bewegungsablauf auch relativ schnell drauf. Bei ihr dauerte es ein bis zwei Tage, bis sie sicher auf dem 3-Rad-Roller fuhr. Andere Kinder aus dem Bekanntenkreis schafften es noch deutlich schneller. Wahrscheinlich gibt es aus ebendiesem Grund schon Roller für Kinder ab 2 Jahren - weil es so simpel ist, damit zu fahren. Was aber nicht bedeutet, dass kleinere Crashs und Unfälle kein Thema sind. Wer falsch tritt oder bremst, liegt auf der Nase. Darum: Unbedingt auch gleich einen passenden Helm für das Kind kaufen (und ein Sicherheitsschloss, damit der Scooter nicht gleich wieder geklaut wird).  

Mini Micro Roller zusammenklappen? Das geht nicht

Kickboard für Kinder von Micro
Der Micro-Tretroller für Kinder hat drei Räder und ein breites Kickboard. Foto: Priggemeier

Für Erwachsene gibt es Tretroller, die sich zusammenklappen lassen. Praktisch! Hebel umlegen, Roller falten, unter den Arm klemmen und im Büro in die Ecke legen. Das geht mit unserem Mini Micro für Kinder nicht (ein weiterer Grund für ein gutes Schloss). Die Lenkstange ist auch nicht in der Höhe verstellbar, der Roller wächst also nicht mit dem Kind, was etwas schade ist. In diesem Punkt wurde der Scooter zuletzt allerdings verbessert - bei Micro-Rollern in der Deluxe-Version ist die Lenkstange verstellbar. Wir mussten beim Kauf aber noch darauf achten, dass unsere Tochter gut und sicher auf dem Roller steht. Damals war sie knapp über einen Meter groß und es passte prima. Auch heute, sechs Monate später, sind die Größenverhältnisse ausgeglichen.

 

VORTEILE DES MINI MICRO ROLLERS IM ÜBERLICK:

  • Gut und stabil verarbeitet (da wackelt nichts, was nicht wackeln soll)
  • breites, geriffeltes Board für sicheren Stand und entspannte Gleitphasen, belastbar mit 20 Kilogramm (Deluxe-Version trägt 35 Kilogramm)
  • zwei große Räder aus Hartgummi vorne, die sich gut lenken lassen, ein kleines hinten
  • mit rund 2 Kilogramm Gesamtgewicht sehr leicht - ideal auch für Papas oder Mamas, die das Teil ab und zu spontan tragen müssen
Räder und Bremse am Micro Roller
Stabil verarbeitet und leicht lenkbar dank flexibler Micro-Mini-Achse. Foto: Priggemeier

Und die Micro-Roller-Bremse?

Am hinteren Ende des Tretrollers ist eine Bremse angebracht, die mit dem Fuß betätigt wird. Wenn das Kind mit der Ferse Druck auf das kleine Rad macht, stoppt der Roller. Funktioniert bisher bestens. Eine Bremse am Griff wäre motorisch wahrscheinlich noch simpler zu bedienen, aber die ist auch am verbesserten Deluxe-Roller nicht vorhanden. 

 

Optisch fällt der pinke Tretroller direkt auf. Kräftige Farbe, Neon-Look. Im Online-Shop von Micro sind 12 Farb-Varianten verfügbar - da dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Zu empfehlen ist noch eine Klingel für den Lenker, damit das Kind beim Flitzen auf sich aufmerksam machen kann. Aus Sicherheitsgründen am besten auch gleich ein Klemmlicht dazu kaufen - für die dunkle Jahreszeit.

 

ROLLERKAUF-CHECKLISTE FÜR ELTERN: WAS BRAUCHT IHR NOCH?

  • Kinder-Sturzhelm/Fahrradhelm
  • Sicherheitsschloss, um Dieben das Leben schwer zu machen  
  • Klemmlicht für den Lenker
  • Eine Klingel 

Alles in allem sind Eltern mit rund 150 Euro Investitionssumme auf der sicheren Seite. Spar-Tipp: Die Roller gibt es auch gebraucht bei eBay-Kleinanzeigen und anderen Portalen. Wir haben uns für einen neuen Scooter entschieden. Und er rollt und rollt und rollt. 

 

TEST-FAZIT: Ein tolles Teil mit großem Spaß-Faktor, das den Eltern-Alltag erleichtert.