
Yoga und Pilates kombinieren? Gute Idee! Und viele machen das auch. Laut einer aktuellen Statista-Umfrage halten sich in Deutschland 16 Prozent der Befragten mit Yoga oder Pilates fit. Doch worin genau liegen die Vorteile, beide Bewegungsarten zu kombinieren, und worauf sollten Einsteiger dabei achten?
1. Stärkung der Körperhaltung, Beweglichkeit und Kraft
Sowohl Yoga- als auch Pilates-Übungen trainieren Schwerpunktmäßig die Bewegung, Atmung und Körperwahrnehmung. Aufgrund der mitunter komplexen Bewegungsabläufe wirken sich Pilates und Yoga positiv auf die Haltung, die Körperkraft und die Balance aus. Bereits nach zwei Monaten lässt sich Experten zufolge eine deutliche Steigerung der sogenannten Kernmuskulatur - also Bauch, Becken und Rumpf - spürbar wahrnehmen. Diese Bereiche des Körpers sind maßgeblich an der Stabilisierung des Rumpfes beteiligt und können Rückenschmerzen und Fehlhaltungen vorbeugen.
Insbesondere Personen, die beruflich viel sitzen, leiden häufig unter einer schwachen Rumpfmuskulatur und einer schlechten Körperhaltung. Gezieltes Training mit Yoga und Pilates wirken dem effektiv entgegen. Da die Herz-Kreislauf-Belastung bei Yoga oder Pilates geringer ist als bei hochintensiven Workouts, eignet sich das Training oft auch für Einsteiger mit einem geringen Fitnesslevel. Das gilt auch für Frauen, die infolge hormoneller Umstellungen oder Schwangerschaften unter einem geschwächten Beckenboden leiden. Ohne Gegenmaßnahmen besteht die Gefahr, dass sich Folgeerscheinungen wie Blasenschwäche einstellen. Schon wenige Übungen pro Woche können Studien zufolge helfen, den Beckenboden nachhaltig zu stärken.
2. Mentale Ruhe, Stressabbau und Stärkung des Geistes
Stress und mentale Belastungen sind in den letzten Jahren zu wichtigen Faktoren geworden, die den Alltag stark beeinflussen können. Ganz gleich, ob durch den Druck am Arbeitsplatz oder alltägliche Belastungen, auf Dauer kann sich der Druck von außen auf die individuelle Gesundheit auswirken. Doch auch in dieser Hinsicht können regelmäßige Yoga- oder Pilates-Übungen helfen: Ein Workout lenkt ab, beruhigt das Gehirn und hilft dem Körper dringend notwendige Entspannung zu bekommen. Wer nicht nur den Körper trainieren, sondern auch den Geist entlasten möchte, hat mit Yoga und Pilates ein wirkungsvolles Werkzeug, das Bewegung und Achtsamkeit verbindet.
3. Geringer Zeitaufwand bei hohem Nutzen
Im direkten Vergleich zu anderen sportlichen Aktivitäten sind Yoga und Pilates mit einem geringen Zeitaufwand verbunden. Außerdem lassen sich die Übungen ziemlich einfach in den Alltag integrieren (selbst in den Familien-Alltag, denn auch Kinder können Yoga machen).
Kurze, aber regelmäßige Einheiten zeigen schnell Wirkung. Idealerweise wird das Training jeden zweiten Tag durchgeführt. Zudem kann es sinnvoll sein, sich beim Einstieg von einer qualifizierten Anleitung guiden zu lassen, dafür bieten sich Yoga- oder Pilateskurse an. Wer sich die wichtigsten Übungen zeigen lässt, vermeidet technische Fehler, die die positiven Effekte der Übungen beeinflussen können. Ein besonders wichtiger und positiver Yoga-Pilates-Effekt hat vier Buchstaben und lautet: Spaß. Also, unbedingt mal ausprobieren!
