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Braindumping: Mit Zettel und Stift den Kopf frei bekommen

Braindumping als Mentaltechnik
Braindumping-Notizbücher sehen schick aus und helfen beim Runterkommen. Foto: Estee Janssens/Unsplash

Schreiben als Mentaltechnik

Falls ihr auch häufiger das Gefühl habt, dass euch vor lauter Grübelei die Birne platzt, ist Braindumping eventuell etwas für euch. Mir hilft diese Anti-Stress-Technik jedenfalls, auf die Schnelle den Kopf zu entrümpeln. Was ihr dafür braucht? Einen Stift und ein leeres Blatt Papier - quasi einen Schmierzettel, auf dem ihr eure Gedanken festhaltet. Wer mag, kann natürlich auch ein ganzes Braindumping-Notizbuch anlegen. Wie auch immer ihr die Sache angeht - es lohnt sich! 

So funktioniert Braindumping

Bei Instagram und Pinterest gibt es schon unheimlich viele Einträge mit dem Hashtag #braindumping. Und das ist kein Wunder, denn die Gedanken-Schmierzettel sehen meistens wirklich cool aus. Sie sind einfach gut anzuschauen, die mysteriösen Kritzeleien und Listen. Teilweise bunt umrandet, oft auch mit Zeichnungen versehen. 

 

Braindumping - was ist das eigentlich? Der Begriff klingt ein bisschen wie Brainstorming, und es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Mentaltechniken. Denn wie beim Brainstorming wird beim Braindumping spontan alles niedergeschrieben, was einem gerade so in den Sinn kommt. Akute Probleme, unerledigte Dinge, Dinge, die auf den Einkaufszettel gehören, Gefühle, Pläne. Alles auf einen Notizzettel, einen Malblock oder in ein Büchlein schreiben und so euer Innenleben zu Papier bringen. Beim Brainstorming geht es in der Regel darum, Ideen oder Lösungen für bestimmte Probleme zu finden - beim Braindumping ist das Ziel ein anderes: den inneren Gedanken-Papierkorb zu leeren und Platz im Kopf zu schaffen. Nach dem Motto: Auf dem Zettel, aus dem Sinn. Entwickelt hat die Idee der Amerikaner David Allen, Autor des Zeitmanagement-Klassikers 'Getting things done'.

 

Regeln gibt es beim Braindumping nicht. Aber einige Experten empfehlen, sich einen Zeitrahmen von 5 Minuten zu setzen. Viele raten auch dazu, Braindumping als feste Routine in den Tagesablauf einzubauen, zum Beispiel als Aufsteh-Ritual (jeden Morgen eine Seite vollschreiben) oder vor dem Schlafengehen. Wer keine Lust hat, täglich etwas aufzuschreiben, kann auch einen Tag in der Woche zum Braindumping-Tag machen - der Freitag bietet sich beispielsweise an. Das Ende der Arbeitswoche. Einfach hinsetzen und runterschreiben, was euch beschäftigt hat.

 

Schreibblockade? Keine Panik. Fragt euch: Was ist unerledigt geblieben, was spukt euch im Kopf herum und könnte euch in der Nacht beschäftigen? Alles niederschreiben, nicht groß darüber nachdenken, Stichworte reichen schon. Oder eben Zeichnungen, Kritzeleien. Das alles hilft, den Kopf frei zu bekommen, Ballast abzuwerfen und das Gehirn zu entlasten. Genau das steckt hinter dem Begriff Braindumping. Probiert es mal aus!