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Im Fitnessstudio oder zuhause trainieren?

Zuhause oder im Fitnessstudio trainieren?
Den Kalorien ist es gleich, wo sie dran glauben müssen. Foto: Rawpixel/Unsplash.com

Der Guide für Unentschlossene

Was ist besser: In den eigenen vier Wänden sporteln oder auswärts im Fitnessstudio? Ganz ehrlich, das hängt von einigen Faktoren ab - und letztendlich muss jeder für sich den richtigen Weg finden. Wie das geht? Hier gibt es eine Entscheidungshilfe. Einfach diese drei Fragen beantworten und du siehst klarer.

Frage 1: Macht es dir etwas aus, beim Sport beobachtet zu werden?

So toll es im Fitnessstudio auch ist - anonym geht es dort nicht unbedingt zu. Und manchmal ist es ein bisschen wie auf dem Laufsteg: Brust raus, Bauch rein, frei nach dem alten Z-Promi-Motto "sehen und gesehen werden". Für Schüchterne kann das öffentliche Schwitzen und Stöhnen unangenehm sein. Es ist einfach nicht jedermanns Sache, vor fremden Menschen mit hochrotem Kopf auf dem Fahrradergometer zu strampeln. Andererseits gilt: "Geteiltes Leid ist halbes Leid." Und die Zeit vergeht deutlich schneller, wenn das Auge ab und zu an wohlgeformten Körpern hängenbleibt. Fakt ist: Es wird geglotzt (vor allem von Männern, eindeutig - wobei die Frauen es vielleicht einfach subtiler anstellen). Anfangs ist das ungewohnt, aber auch das geht vorbei. In vielen Fitnessstudios gibt es übrigens separate Trainingsbereiche für Frauen, wo Ladies unter sich trainieren können. Eine weitere Alternative: Reine Frauen-Gyms. Dort müssen Männer draußen bleiben. 

 

Frage 2: Wie viel Geld möchtest du für deine Fitness ausgeben?

Die gute Nachricht gibt's vorab: Um einen tollen Körper zu bekommen, musst du nicht viel Geld investieren - nur viel Zeit. Es gibt extrem viele Möglichkeiten, lästige Fettpolster loszuwerden und Muskeln aufzubauen. Ja, das geht auch kostenlos zuhause, ganz klar. Beispielsweise mit Bodyweight-Übungen, also Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, für die du keine Hanteln oder Trainingsgeräte brauchst (Liegestütze, Kniebeugen, Hampelmänner sind sehr effektiv). Natürlich spricht auch nichts gegen ein kleines Fitnessstudio in den eigenen vier Wänden (wie die Home-Gym-Grundausstattung aussehen kann, zeige ich hier). Die Joggingrunde im Park ist bekanntlich ebenfalls kostenlos. Warum dann überhaupt jemand Geld für ein Fitnessstudio ausgeben sollte? Weil die vielen Hantel- und Kraftgeräte-Varianten im Gym deutlich mehr Möglichkeiten zu Leistungssteigerungen bieten (einfach alle drei Wochen etwas mehr Gewicht auflegen - bei Bodyweight-Übungen ist das schwierig, da lassen sich höchstens die Bewegungswinkel oder das Trainingstempo verändern). Auch wichtig: Die Trainer im Fitnessstudio erstellen dir gerne alle vier Wochen einen neuen Workout-Plan und zeigen dir, wie du die Übungen richtig machst. Zuhause sind Youtube-Workouts oder Fitness-Apps fürs Smartphone eine Alternative, um an neue Trainingspläne zu kommen (die kosten als "in-App-Käufe" aber häufig Geld).    

 

Frage 3: Trainierst du lieber alleine oder brauchst du andere Menschen, um von der Couch zu kommen?

Es gibt Menschen, die sich alleine absolut nicht zum Sport motivieren können. Einsam im Keller Hanteln stemmen? Das ist für viele keine Option. Sie brauchen das Gruppenerlebnis, um sich beim Sport wohl zu fühlen. Dafür sind Fitnessstudios mit ihren Kursangeboten natürlich optimal. Yoga, Bodypump, Spinning - ist alles in der Gruppe möglich, es gibt feste Termine, ein Trainer sagt, wo es langgeht. Vor allem für Sportanfänger kann das hilfreich und motivierend sein. Falls es nicht ohne feste Termine oder Trainingspartner geht: Lässt sich alles auch für das kostenlose Outdoor-Training bewerkstelligen. Einfach einen oder mehrere Freunde bequatschen und eine Trainingsgruppe gründen, die sich wöchentlich zum Sporteln trifft (solche Gruppen gibt es übrigens auch von Freeletics oder diversen Lauftreffs, falls du den Termin nicht selbst organisieren möchtest oder kannst). Einige Personal-Trainer bieten mittlerweile auch Gruppen-Trainingseinheiten an - so könnt ihr unter Aufsicht trainieren und euch den Preis für den Coach teilen.